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Arbeit, Gender, Technik
Koordinaten (post-)industrieller Modernisierung
Promotionskolleg der Hans Böckler Stiftung
Das Promotionskolleg "Arbeit, Gender, Technik" beschäftigt sich mit Entwicklungsproblemen von Arbeit, geschlechtsspezifischer Ungleichheit und Formen von Wissen und Können in der Technik unter den Bedingungen der modernisierten Moderne.
Zwar werden sich die einzelnen Dissertationen in der Regel auf einen dieser drei Aspekte konzentrieren. Durch das Studienprogramm, die Integration in den Kontext des SFB 536, den Diskussionszusammenhang der PromovendInnen und die Kooperation der Antragstellenden soll es jedoch gelingen, jenseits der disziplinären Spezialisierungen Querbezüge aufzuzeigen und Verknüpfungen zu erarbeiten, um so deutlich zu machen, dass gerade unter Wissensperspektiven die Frage der Zukunft der Erwerbsarbeit nicht unabhängig von Problemen der geschlechtsspezifischen Ungleichheit und der Technikentwicklung gesehen werden kann.
Umgekehrt kann über Technikentwicklung nur dann sinnvoll diskutiert werden, wenn die unterschiedlichen Konsequenzen unterschiedlicher Technikkonzepte und (Produktions-)techniken für Erwerbsarbeit und geschlechtsspezifische Ungleichheit reflektiert werden. Dass diese verschiedenen Aspekte zumeist disziplinär getrennt behandelt werden (wobei insbesondere der Diskurs zwischen Technikwissenschaften und Sozialwissenschaften zu wünschen übrig lässt), ist bedauerlich. Das Promotionskolleg ist explizit darauf angelegt, die wechselseitigen Ausblendungen und Nicht-Wahrnehmungen zu überwinden, wobei dies für den Kollegrat eine ebenso interessante Perspektive und Herausforderung ist wie für die StipendiatInnen.
Das Studienprogramm des Kollegs orientiert sich an den eigenen Schwerpunktsetzungen, an denen des Sonderforschungsbereichs "Reflexive Modernisierung" sowie ergänzend an den darüber hinaus weisenden Forschungskontexten und Kooperationsbeziehungen des Kollegrates. Dies ist die Voraussetzung, um über lose Verkoppelungen einzelner Studienelemente hinaus vertiefende Arbeitszusammenhänge aufbauen zu können. Das ausgearbeitete Forschungs- und Studienprogramm bietet die MögIichkeit, in einem interdisziplinär angelegten Qualifizierungsverbund einschlägige Dissertationen zu Entwicklungsperspektiven von Arbeit, Gender und Technik in (post-) industriellen Wissensgesellschaften zu erarbeiten.
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